
by
Tebi
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15.12.2023
"Transaktionsgebühren bestehen aus Interchange-, Scheme- und Acquirer-Gebühren. Tebi erklärt dir das alles genau, andere werfen einfach alles in einen Topf. Eine Methode ist transparent – eine nicht. Lies weiter und finde raus, welche!"
Jede Transaktionsgebühr besteht eigentlich aus drei separaten Gebühren: Interchange-Gebühren + Scheme-Gebühren + Acquirer-Gebühren. Acquirer-Gebühren sind das, was du dem Anbieter des Zahlungsdienstes zahlst. Die anderen beiden (auch 'Kartengebühren' genannt) haben unterschiedliche Empfänger – und ihre Kosten variieren je nach verschiedenen Faktoren, zum Beispiel dem Land, in dem die Karte ausgestellt wurde, der Kartenmarke, ob es eine Verbraucherkarte oder eine Geschäftskarte ist, und der ausstellenden Bank.
Zahlungsanbieter kommunizieren diese Gebühren auf unterschiedliche Weise. Manche, wie Tebi, gehen ins Detail – auch wenn's manchmal kompliziert wird. Andere verpacken alles nett in einem Paket. Eine Methode ist komplex und transparent, die andere nicht. Lies weiter und finde raus, welche welche ist!
Kartengebühren
In Tebi's Preismodell setzen sich Kartengebühren aus zwei Komponenten zusammen: Interchange-Gebühren und Scheme-Gebühren.
Interchange-Gebühren
Der größte Teil der Kosten pro Transaktion sind in der Regel die Interchange-Gebühren, die an die Bank des Karteninhabers gezahlt werden, um deren Kosten zu decken. Diese können zwischen 0,3 % und über 2,5 % des Transaktionswerts liegen.
Faktoren, die die finale Interchange-Gebühr beeinflussen, sind unter anderem, ob die Karte eine Debit- oder Kreditkarte ist, ob sie privat oder geschäftlich genutzt wird, das Land der Ausstellung und das Land, in dem die Transaktion stattgefunden hat. Deshalb variieren Interchange-Gebühren von Transaktion zu Transaktion.
Scheme-Gebühren
Ein Kartennetzwerk ist ein Zahlungsnetzwerk, das Debit- oder Kreditkarten zur Abwicklung von Zahlungen nutzt. Banken und Finanzinstitute betreiben solche Netzwerke und erheben eine Scheme-Gebühr, die von Unternehmen bezahlt wird, die das Netzwerk zur Transaktionsabwicklung nutzen. Visa und Mastercard sind zum Beispiel beides Anbieter von Kartennetzwerken mit entsprechenden Scheme-Gebühren.
Scheme-Gebühren ändern sich regelmäßig. So hat die EU 2015 die Interchange-Gebühren auf 0,30 % (Kreditkarten) und 0,20 % (Debitkarten) gedeckelt – woraufhin Visa und Mastercard nach anderen Wegen gesucht haben, um mehr Geld einzunehmen. Das führte zu einem deutlichen Anstieg der Scheme-Gebühren und zwang Zahlungsanbieter mit Blend-Pricing, ihre Preise ebenfalls anzuheben.
Preismethoden
Hier vergleichen wir zwei Preismethoden: Blend Pricing und Interchange++ Pricing.
Blend Pricing
Beim Blend Pricing zahlst du immer denselben Preis – unabhängig von der Zahlungsmethode. Es ist die einfachste Preismethode und besteht aus einer Pauschalgebühr (z. B. 1,95 % auf jede Transaktion), die für jede Transaktion gilt – egal welche Karte, welche Bank oder welches Land. Klingt unkompliziert, hat aber einen Haken: Ein Blend-Preis muss ein breites Spektrum an Karten und deren Gebühren abdecken, was dem Zahlungsanbieter bei den meisten Transaktionen einen höheren Aufschlag ermöglicht. Das heißt: Bei teuren Karten (z. B. einer geschäftlichen Kreditkarte aus einer anderen Region) sparst du vielleicht etwas – aber bei den meisten Transaktionen (z. B. einer inländischen Debitkarte) zahlst du am Ende mehr, während der Zahlungsanbieter die Differenz einstreicht. Unterm Strich ist Blend Pricing die teurere Methode.
Interchange++ Pricing
Eine transparentere und fairere Preisstruktur ist das Interchange++ Pricing, bei dem der Händler die tatsächlichen Transaktionskosten direkt zahlt. Je nach Transaktionsmerkmalen variiert die finale Interchange-Gebühr pro Transaktion.
Interchange++ Pricing wird zwar bis zu einem gewissen Grad von Kartennetzwerken beeinflusst, aber die finale Interchange-Gebühr hängt von verschiedenen Faktoren ab und ändert sich deshalb von Transaktion zu Transaktion. Genau das macht Interchange++ Pricing für Unternehmen so attraktiv: Bei jeder Transaktion zahlst du nur die tatsächlich anfallenden Kosten – und keinen Pauschalbetrag, der die Gebühren plus einen Aufschlag abdeckt.
Welche Preismethode nutzt Tebi?
Ein Teil unserer Mission ist es, Preisstrukturen, die normalerweise nur großen Unternehmen vorbehalten sind, auch kleinen und mittleren Betrieben auf transparente Weise zugänglich zu machen. Deshalb haben wir uns bewusst für Interchange++ Pricing für unsere Händler entschieden – statt für Blend Pricing.
